Eine bob frisur geflochten lebt davon, dass die Flechtung nicht gegen den Schnitt arbeitet, sondern den Fall des Bobs unterstützt. Bei kurzen Haaren entscheidet vor allem die Einteilung: Kleine Strähnen, saubere Konturen und ein passender Zug machen den Unterschied zwischen lockerem Look und unruhigem Ergebnis.
Der richtige Start: Bob vorbereiten und Partie abteilen

Bevor die erste Strähne geflochten wird, muss der Bob ruhig liegen. Kämme das Haar gründlich durch und ziehe einen tiefen Seitenscheitel. Auf der Vorderseite wird eine etwa 4 cm breite Partie bis zur Schläfe abgeteilt, während der restliche Bob mit einem Clip aus dem Weg gehalten wird.
Die Vorbereitung entscheidet über die Haltbarkeit. Gerade bei kurzen Schnitten liegen einzelne Spitzen schnell wieder heraus, wenn die Wuchsrichtung nicht beachtet wird. Arbeite deshalb möglichst mit der natürlichen Fallrichtung des Haares und ziehe die Partie nicht unnötig straff.
Eine Flechtfrisur funktioniert bei einem Bob dann am besten, wenn die Spannung kontrolliert bleibt: fest genug für Halt, aber locker genug für einen natürlichen Fall.
Drei gleichmäßige Strähnen für eine saubere Basis

Die abgeteilte Haarpartie wird glattgezogen und in drei möglichst gleich große Strähnen geteilt. Der restliche Bob bleibt weiterhin mit dem Abteilclip gesichert. Diese kleine Vorbereitung spart später viel Nacharbeit, weil die Flechtung dadurch gleichmäßig am Kopf entlanglaufen kann.
Bei feinem Haar empfehle ich kleine Strähnen. Sie geben mehr Struktur und verhindern, dass der Zopf am Ende flach wirkt. Bei kräftigem Haar darf die Teilung etwas großzügiger sein, damit der Look nicht zu kompakt erscheint.
- Stielkamm für präzise Scheitel und Abteilungen
- Clip zum Fixieren der übrigen Haare
- Glatt gezogene Strähnen für kontrollierten Fall
Die Flechtung am Ansatz beginnen

Jetzt setzt du die Flechte direkt am Haaransatz an. Die drei Strähnen werden wie bei einer klassischen Flechtung geführt: Die äußeren Strähnen kommen abwechselnd über die mittlere Partie. Auf dem Foto siehst du, wie die ersten Kreuzungen dicht am Kopf entstehen.
Der Ansatz ist der wichtigste Bereich. Wenn die ersten zwei bis drei Flechtbewegungen sauber sitzen, folgt der Rest deutlich leichter. Vermeide starkes Ziehen, denn kurze Bobs reagieren schnell mit kleinen abstehenden Härchen.
Zusatzsträhnen aufnehmen und am Kopf entlangführen

Bei der nächsten Runde werden von oben kleine Zusatzsträhnen aufgenommen und zur äußeren Strähne gelegt. Danach wird wieder über die mittlere Strähne geflochten. So entsteht eine seitliche französische Flechtung, die sich an der Kontur des Bobs orientiert.
Die Größe der aufgenommenen Partien verändert den Charakter. Kleine Mengen wirken fein und elegant, größere Strähnen ergeben einen lässigeren Effekt. Besonders bei gestuften Bobs lohnt es sich, die kurzen Spitzen vorsichtig einzubauen.
Bis zum Ohr weiterflechten und Spannung ausgleichen

Die Flechtung wird weiter über die Seite bis zum Ohr geführt. Nimm weiterhin kleine Strähnen auf und achte darauf, dass der Zopf flach am Kopf liegt. Auf der Aufnahme erkennt man die gleichmäßige Reihe der einzelnen Flechtungen entlang der Schläfe.
Bei meinem Beratungsgespräch im Salon ist genau dieser Punkt oft entscheidend: Eine Frisur muss nicht nur auf dem Foto gut aussehen, sondern auch nach mehreren Stunden tragen. Ein zu straffer Zopf kann unangenehm werden und belastet die Haaransätze.
Kontrolliere deshalb zwischendurch den Sitz:
- Liegt die Flechtung flach?
- Sind die Abstände gleichmäßig?
- Bleiben die Konturen weich?
Das Ende fertig flechten und sichern

Sobald keine neuen Haare mehr aufgenommen werden, wird der restliche Zopf normal weitergeflochten. Ein transparentes Mini-Haargummi hält das Ende unauffällig zusammen. Gerade bei einem Bob ist diese kurze Sicherung praktisch, weil ein langer Zopf nicht als Gegengewicht vorhanden ist.
Weniger ist hier mehr. Ein kleiner Zopfabschluss verschwindet später leichter unter dem restlichen Haar und lässt den Schnitt weiterhin wie einen Bob wirken.
Den kleinen Zopf unter dem Bob verstecken

Der fertige Flechtzopf wird nach hinten oder leicht nach unten gelegt und mit Haarnadeln unter dem Bob befestigt. Das Ende verschwindet dadurch sauber und die Seitenpartie bleibt frei. Auf dem Bild ist gut zu sehen, dass die Flechtung nicht den gesamten Schnitt verändert, sondern nur eine strukturierte Akzentpartie bildet.
Für den Alltag hält diese Variante besonders gut, wenn die Haarnadeln in die Richtung des Haarfalls gesetzt werden. Bei sehr glattem Haar kann ein wenig Texturspray vor dem Feststecken helfen.
Der fertige Look: locker, sauber und tragbar

Zum Schluss wird die Flechte leicht zurechtgezupft und der Look mit etwas Haarspray fixiert. Die fertige bob frisur geflochten zeigt, dass auch kurze Haare genug Länge für eine elegante Flechtidee haben können.
Wichtig ist die Pflege des Schnitts: Ein Bob verändert seinen Fall, wenn die Spitzen herauswachsen. Je nach Schnittform und Haarstruktur ist ein Nachschneiden oft nach etwa sechs bis acht Wochen sinnvoll. Ein einfacher Flechtstil ersetzt keine passende Schnittform, sondern arbeitet mit ihr.
Eine geflochtene Bob-Frisur braucht keine komplizierte Technik, sondern saubere Hände und Geduld bei den kleinen Partien. Wenn der Schnitt gut fällt, wird aus einer einfachen Seitenflechtung ein alltagstauglicher Look.
Häufige Fragen
Welche Haarlänge brauche ich für diese bob frisur geflochten?
Ideal ist ein Bob, der mindestens bis zum Kinn reicht. Bei sehr kurzen Konturen können einzelne Partien zu kurz sein, um sauber aufgenommen zu werden.
Wie lange dauert die Frisur?
Für die Vorbereitung und Flechtung solltest du ungefähr 15 bis 20 Minuten einplanen. Mit Übung geht es schneller.
Kann ich den Look auch mit feinem Haar tragen?
Ja. Bei feinem Haar helfen kleinere Strähnen und ein vorsichtiges Auflockern der Flechtung, damit mehr Fülle entsteht.

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